Espresso | Eiweiß | viel Luft

Als süße Ergänzung zu einem Espresso ohne Zucker passt dieser Luftikus das ganze Jahr hindurch.

21.11.2021 12:01:00

Bitte verzeiht, dass ich mit meinem aktuellen Betrag heute etwas spät dran bin. Aber hier am See haben wir im Moment sehr viele graue Tage, die leider nicht dazu beitragen, schöne helle Bilder aufzunehmen (auch Photoshop hat seine Grenzen!). Ich arbeite zwar mit einer Spiegelreflexkamera und kleinem Stativ, nutze aber ansonsten nur die natürlichen Lichtquellen. Und diese sind im Moment mehr als spärlich.

Für heute, Sonntag, waren sonnige Stunden angekündigt. Mein Plan war also, heute nichts anderes zu machen, als alle meine vorbereiteten Häppchen bei geeigneten Lichtverhältnissen mit meinem 50-mm-Objektiv einzufangen. Und stellt Euch vor, was passiert ist: Der Teller mit meinen schönsten Espresso-Baiser, die ich für mein heutiges Shooting zur Seite gestellt hatte, war gestern Abend zu 2/3 leer gefuttert. Meine brillanter Gemahl hat meinen Teller leider fehlinterpretiert: Er dachte, ich hätte meinen süßen Leckerbissen für ihn angerichtet :-(. Nun ja, nachdem der Irrtum geklärt ist, habe ich mich heute Morgen gleich mit den ersten Sonnenstrahlen (in meinem Wetterbericht waren leider nur 66 Minuten Sonne angekündigt) an meine Kamera begeben, um meine restlichen Espresso-Baiser abzulichten.

 

Und stellt Euch vor: Die Sonne scheint immer noch und wir machen jetzt erstmal einen schönen großen Herbstspaziergang.

Zutaten

Für ca. 1 Backblech:

 

  • 2 Eiweiß
  • 70 g Zucker
  • 50 g Puderzucker
  • 2 TL Kakao
  • 1 TL Instant-Espressopulver

Zubereitung

Dauer: Ca. 30 Minuten (ohne Kühl-, Back- bzw. Trocknungszeit)

 

  1. Den Puderzucker mit dem Kakao und dem Espressopulver sehr gut vermischen.
  2. Anschließend das Eiweiß in einer großen, fettfreien Schüssel mit dem Handrührer auf der höchsten Stufe sehr steif schlagen.
  3. Währenddessen den restlichen Zucker langsam dazu rieseln lassen und so lange weiterschlagen, bis er sich komplett aufgelöst hat.
  4. Danach die Puderzucker-Kakaomischung über den Eischnee sieben und mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben. Es sollten hierbei keinerlei Klümpchen übrig bleiben.
  5. Den Espresso-Baiser in einen Spritzbeutel mit der Tülle Eurer Wahl füllen (ich bevorzuge für dieses Rezept eine gezackte Tülle und bilde mir ein, dass sich die hübsche Streifenstruktur bei der Verarbeitung mit eiskaltem Baiser besser hält. Aus diesem Grund stelle ich den gefüllten Spritzbeutel gerne nochmals für ein halbes Stündchen in das 0-Grad-Fach meines Kühlschranks und in den Wintermonaten stelle ich mein bereits befülltes Blech sogar zusätzlich für eine halbe Stunde vors Fenster).
  6. Zum Schluss haselnussgroße (bei mir sind sie in der Regel sogar etwas größer) „Tupfen“ auf das mit einer Backmatte ausgelegte Backblech spritzen.
  7. Den Backofen auf 80° C (70° C Umluft) vorheizen und die Baiser für ca. 2 Stunden trocknen lassen. Sie sind fertig, wenn sie sich gut von der Backmatte ablösen lassen.
  8. Optional könnt Ihr die Baiser noch mit dunkler Kuvertüre und zerstoßenen Espressobohnen verzieren. Für mich braucht es das nicht.

Getränke-Tipp

Die Baiser sind wirklich sehr süß. Aber wenn Ihr für den heißen Espresso etwas weniger Zucker nehmt, ist dieses federleichte Schaumgebäck eine überaus aparte Begegnung.

Kommentare

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