Zucchini | Minze | Sumach

Zucchini-Cracker

11.08.2026  |  Lesedauer: ca. 4,3 Min.

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Zucchini in knuspriger Form hatte ich noch nie – weder in meiner Küche noch sonst irgendwo. Die Inspiration dazu habe ich mal wieder in einem Instagram-Beitrag entdeckt und weil sich das Rezept so herrlich einfach und schnell gelesen hat, habe ich es direkt ausprobiert. Das Ergebnis war allerdings ziemlich ernüchternd: Die vermeintlichen Cracker waren viel zu weich und geschmacklich leider ebenso wenig überzeugend. So langweilige Zucchini-Cracker möchte ich jedenfalls niemandem zumuten.

 

Die Idee hat mir allerdings trotzdem gut gefallen – und die Zutatenliste war schnell angepasst. Entscheidend war für mich vor allem, der Zucchini ordentlich Feuchtigkeit zu entziehen und den Crackern genügend Zeit zum Trocknen zu geben. Denn erst dann werden sie wirklich schön knusprig. Geschmacklich braucht es dabei erstaunlich wenig. Gerade weil Zucchini eher zu den „leisen“ Gemüsesorten gehört, tut ihr eine zurückhaltende Würzung besonders gut. Mit etwas Salz und schwarzem Pfeffer bleibt ihr eigener Geschmack wunderbar erhalten – und kommt in knuspriger Form überraschend deutlich zur Geltung.

 

Und nun noch meine kleine Anekdote zu dem Joghurt-Zucchini-Dip. Entstanden ist er tatsächlich nur, weil ich für meine Food-Fotos noch mehr Leben und Abwechslung aufs Bild bringen wollte. Er ist schnell zusammengerührt und von den Zucchini-Raspeln hatte ich eh noch einen kleinen Rest übrig. Schwarzer Kampot-Pfeffer, Sumach und wenig fein geschnittene Minze geben dem Cracker eine orientalische Note und machten aus der spontanen Fotoidee ganz nebenbei einen wunderbar sommerlichen Apero.

Zutaten

Für 1 Backblech:

 

Zucchini-Raspeln:

  • ca. 350 g kleine Zucchini
  • 3 g feines Salz zum Entwässern

Zucchini-Cracker:

  • 150 g sehr kräftig ausgedrückte Zucchini-Raspel
  • 75 g Dinkelmehl (Type 630)
  • 25 g Hartweizengrieß
  • 15–20 g Olivenöl
  • 1 g feines Salz
  • ca. 0,5 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Joghurt-Zucchini-Dip:

  • 150 g griechischer Joghurt
  • 30–40 g gut ausgedrückte, bereits gesalzene Zucchini-Raspel
  • 6–8 kleine Minzblättchen, fein geschnitten
  • ¾ TL Sumach
  • schwarzer Kampot-Pfeffer, frisch gemahlen
  • Salz nur bei Bedarf

Zubereitung

Dauer:

Vor- und Zubereitung: max. 30 Minuten 

Backen: 18–20 Minuten und 15 Minuten

Backofentemperatur: 160° C Umluft und 140° C Umluft

Nützliches Equipment: Gemüsereibe, 1 Backblech (idealerweise 1 Lochbackblech), 2 Backmatten (oder Backpapier), Nudelholz

 

Zucchini-Raspeln:

  1. Die gewaschene Zucchini grob raspeln und mit 3 g Salz gründlich vermischen. 10 Minuten stehen lassen.
  2. Danach portionsweise in ein sauberes Geschirrtuch geben und kräftig ausdrücken. Die Zucchini-Raspeln sollen möglichst trocken werden.

Zucchini-Cracker:

  1. Von den ausgedrückten Zucchini 100 g abwiegen. Den Rest für den Dip zur Seite stellen.
  2. Die Zucchini mit Mehl, Hartweizengrieß, Salz und Pfeffer verkneten und das Olivenöl nach und nach zugeben. Über die Ölmenge könnt ihr die Geschmeidigkeit des Teigs gut steuern, deshalb würde ich nicht gleich die gesamte Menge verwenden. Der Teig sollte weich, geschmeidig und gut ausrollbar sein. Anschließend etwa 5 Minuten ruhen lassen.

  3. Den Backofen auf 160° C Umluft vorheizen.
  4. Den Teig zwischen zwei Backmatten möglichst dünn auf etwa 1,5–2 mm ausrollen. Die obere Backmatte abnehmen und den Teig mit einem Messer oder Teigspatel in Stücke vorschneiden. Anschließend die Cracker im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene 18–20 Minuten anbacken.

  5. Die Cracker leicht abkühlen lassen (sonst verbrennt man sich die Finger) und die Stücke – voneinander getrennt – direkt auf das Back- oder Lochbackblech legen und bei 140 °C Umluft für weitere 15 Minuten trocknen. Das Belch aus dem Ofen nehmen und die Cracker komplett abkühlen bzw. Nachtrocknen lassen: Erst dabei verlieren sie ihre letzte Feuchtigkeit und werden richtig schön knusprig. Sie sollten sich gut brechen bzw. „zerbröseln“ lassen.

Joghurt-Zucchini-Dip:

  1. Die ausgedrückten Zucchini-Raspel mit dem griechischen Joghurt verrühren.
  2. Minze fein schneiden und zusammen mit Sumach und frisch gemahlenem Kampot-Pfeffer unterheben.
  3. Den Dip etwa 15 Minuten ziehen lassen und anschließend abschmecken. Da die Zucchini bereits gesalzen ist, zusätzliches Salz erst ganz zum Schluss und nur bei Bedarf zugeben.

Tipps:

  • Vollständig ausgekühlt und luftdicht verpackt bleiben die Zucchini-Cracker etwa eine Woche knusprig. Richtig perfekt schmecken sie allerdings nur frisch aus dem Ofen. Ich würde sie deshalb nochmals für 10 Minuten bei 100° C Umluft in den Ofen schieben.
  • Wenn Ihr die Cracker ohne Dip servieren wollt, würzt sie lieber etwas kräftiger und gebt den Sumach bspw. direkt in den Teig.
  • Ihr müsst die Cracker gar nicht zu perfekt schneiden. Kleine, längliche oder gebrochene Stücke wirken rustikaler und passen gut zur sichtbaren Zucchinistruktur.

Getränke-Tipp

Ein trockener Valdobbiadene Prosecco Extra Brut passt wunderbar dazu. Seine feine Perlage und frische Art harmonieren besonders schön mit Zucchini, Minze, Sumach und Kampot-Pfeffer.

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