Birne | Feige | Radicchio

Vegetarische Birnen-Feigen-Ceviche

22.09.2026  |  Lesedauer: ca. 3,7 Min.

Rezept drucken | Zutaten | Zubereitung

Ich bin mir nicht sicher, ob das in Zukunft jedes Jahr so sein wird, aber unsere beiden Feigenbäumchen – wohlgemerkt im Topf – bescheren uns in ihrem vierten Jahr eine richtige Feigenschwemme. Unsere Lieblingsrezepte mit Scamorza oder Feta und Estragon gab es deshalb in den letzten Wochen ziemlich oft. Aber selbst die besten Lieblingsrezepte brauchen hin und wieder eine Pause. Für mich musste ein neues Feigenrezept her.

 

Gerne etwas Frisches, zum Beispiel eine Ceviche mit Feigen? Nicht klassisch mit Fisch, sondern vegetarisch – und passend zur Jahreszeit, schon ein bisschen herbstlicher. Also habe ich meine Idee mit Unterstützung von Herrn ChatGPT weitergesponnen. Radicchio gefiel uns auf Anhieb: schön herb, knackig und farblich sowieso ein Traum zu den Feigen. Die Birne von meinem letzten Marktbesuch durfte kurzerhand auch mitmachen. Dazu ein bisschen fein gewürfelte rote Chili, weil etwas Schärfe der Feige richtig guttut, und frischer Zitronenthymian aus meinem Kräutergarten. Schon beim Anblick dieser Kombination lief mir das Wasser im Mund zusammen!

 

Vielleicht liegt es auch an der Marinade. Verjus (für mich übrigens eine Premiere), etwas heller Balsamico und Olivenöl machen aus Feige, Birne und Radicchio eben doch nicht einfach nur einen Salat, sondern meine herbstliche, vegetarische Interpretation einer Ceviche. Frisch und säuerlich, gleichzeitig fruchtig und herb, ein bisschen scharf und wunderbar würzig. Und obwohl hier geschmacklich ziemlich viel zusammenkommt, wirkt nichts davon zu viel. Wer mag, kann das Ganze noch mit gehobeltem Parmesan toppen, muss aber nicht sein.

 

Das Ergebnis hat mich mehr als positiv überrascht. Die Kombination schmeckt ungewöhnlich, aber alles harmoniert so wunderbar miteinander, dass für mich schon nach dem ersten Probieren feststand: Das bleibt genau so! Und einen Platz in einem meiner herbstlichen TischWeise-Menüs hat sich diese Feigen-Ceviche damit auch gleich gesichert.

Zutaten

Für 4 Personen:

 

Birnen-Feigen-Ceviche:

  • 5 frische, kleine Feigen
  • 1 feste Birne
  • 4–5 Radicchioblätter
  • 1 halbe kleine rote Zwiebel
  • 1 Stück rote Chili, entkernt und sehr fein gehackt
  • 1 EL Verjus (oder Apfelessig)
  • 1 EL heller Balsamico
  • 3 EL mildes Olivenöl
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1–2 kleine Zweige Zitronentymian
  • optional: etwas Pecorino am Stück

    Zubereitung

    Dauer:

    Vor- und Zubereitung: ca. 30 Minuten

     

    Birnen-Feigen-Ceviche:

    1. Das Obst, den Salat und die Kräuter waschen und trocknen.
    2. Die Feigen je nach Größe vierteln oder achteln. Die Birne (ungeschält) ebenfalls würfeln, allerdings etwas kleiner als die Feigen. Den Radicchio in feine, kurze Streifen und die rote Zwiebel in hauchdünne Scheiben schneiden.
    3. Für die Vinaigrette den Versus, hellen Balsamico und Olivenöl verrühren und kräftig mit Salz und etwas Pfeffer abschmecken. Die Chili sehr fein würfeln und zunächst nur einen Teil davon in die Marinade geben. Sie soll eine ganz leichte Schärfe bringen, aber nicht als Chili-Gericht wahrnehmbar sein. Zwiebelscheiben ggf. Auch schon dazugeben.
    4. Die Birne mit den Thymian-Blättchen etwa 5 Minuten vor dem Servieren mit der Marinade vermengen. Radicchio und Feige erst danach vorsichtig unterheben, damit beides seine Struktur behält.
    5. Auf Löffeln, in kleinen Gläsern oder als kleines Türmchen auf einem weißen Teller anrichten. Mit einigen wenigen roten Chilistückchen sichtbar garnieren oder ein paar frischen Thymianblättchen darüberstreuen. Wer mag kann gerne noch ein paar dünne Pecorino-Späne daraufsetzen.

    Tipp:

    • Die Marinade könnt Ihr bereits einige Stunden vorher zubereiten. Auch die fein gewürfelte rote Zwiebel und die Chili dürfen schon darin ziehen. So verliert die Zwiebel etwas von ihrer rohen Schärfe und die Aromen können sich wunderbar verbinden. Vor der Verwendung noch einmal kräftig verrühren und abschmecken. Die Marinade darf ruhig etwas säuerlicher sein, denn Feige und Birne bringen schließlich genügend Süße mit.

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