Kartoffel | Muskatnuss | Schnittlauch

Kartoffel-Roulade

19.01.2026  |  Lesedauer: ca. 4,5 Min.

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Saisonales Einkaufen bedeutet für mich, in den ersten Wochen des Jahres regelmäßig mit reichlich Wurzelgemüse zu kochen. Und natürlich landet dabei auch die Kartoffel immer wieder auf meinem Teller. Ich mag sie in nahezu jeder Form: roh gerieben als Rösti, am Vortag gekocht und knusprig gebraten oder frisch gestampft und mit Nussbutter (geklärte Butter) aus meiner Vorratshaltung aromatisiert. Es gibt tatsächlich unzählige Möglichkeiten, die gute alte Knolle in ein köstliches Gericht zu verwandeln.

 

Wenn sie jedoch als Fingerfood glänzen soll, braucht es aus meiner Sicht allerdings ein wenig Raffinesse – besonders dann, wenn es etwas anderes sein darf als Kartoffel-Frittata oder blauer Kartoffelchip. Vor einigen Wochen bin ich bei Marchello Chello über eine verlockende Erdäpfelroulade gestolpert, die ich unbedingt ausprobieren musste. Bei uns gab es sie das erste Mal als Hauptspeise. Mit etwas Muskatnuss und Schnittlauch verfeinert und von beiden Seiten in wenig Butter angebraten. Serviert habe ich sie mit gehobelten Parmesanspänen und einem einfach marinierten Ackersalat. Da mir die angegebene Kartoffelmenge im Originalrezept etwas knapp erschien und mir der pure „Kartoffelcharakter“ fehlte, habe ich diese kurzerhand verdoppelt. Das Rezept ist ein wahrer Glücksgriff: Die Roulade ist für uns gleichermaßen originell wie sensationell. Textur und Geschmack sind angenehm saftig, stabil in der Form und intensiv kartoffelig. Für Gäste lässt sich die Kartoffel-Roulade hervorragend vorbereiten. Ja, sogar am Vortag!

 

Natürlich habe ich dieses bodenständige Super‑Rezept auch schon in Häppchenform serviert. Dafür habe ich die Rolle nur zur Hälfte aufgerollt – ein kleines, (im wahrsten Sinne des Wortes) heißes Geduldsspiel, das etwas Fingerspitzengefühl verlangt. Aber wie sagt man so schön: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg …

Zutaten

Für 1 Backblech = 1 Roulade:

 

Kartoffel-Roulade:

  • 300–350 g mehlige Kartoffeln
  • Salz
  • 60 ml Sahne
  • 80 g Butter oder Nussbutter
  • 50 g Dinkelmehl
  • 30 g Parmesan
  • 4 Eier (Größe M)
  • Muskatnuss
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Bund Schnittlauch oder 4 Frühlingszwiebeln

Räucherlachs-Tartar:

  • 100 g Räucherlachs
  • 1–2 TL Zitronensaft
  • 1–2 TL neutrales Olivenöl
  • etwas frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • ggf. etwas Salz

Zubereitung

Dauer: 

Vor- und Zubereitung: ca. 60 Minuten 

Backen: ca. 15–16 Minuten

Backofentemperatur: 180° C Ober- und Unterhitze

Nützliches Equipment: Kartoffelpresse, Rührgerät, 1 Backblech, 1 Bogen Backpapier

 

Kartoffel-Roulade:

  1. Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. In gut gesalzenem Wasser für ca. 10 Minuten weich kochen, abschütten und gut ausdampfen lassen.
  2. In der Zwischenzeit den Parmesan reiben, die Butter schmelzen, die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen.
  3. Den Backofen auf 180° C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  4. Die ausgedampften Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken, zurück in den Topf geben und noch etwas abkühlen lassen. Anschließend mit dem Eigelb, der Sahne, den Gewürzen und der flüssigen Butter mit dem Rührgerät auf niedrigster Stufe vermischen.
  5. Zum Schluss das steif geschlagene Eiweiß unter die Kartoffelmasse heben, damit ein fluffiger „Teig“ entsteht. Das Backblech mit einem Stück Backpapier auslegen und den Kartoffelteig gleichmäßig verstreichen.
  6. Den Kartoffel‑„Biskuit“ auf der mittleren Schiene etwa 15–17 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Anschließend den Ofen ausschalten, die Tür mit einem Kochlöffel einen Spalt offen halten und das Blech weitere 5 Minuten im warmen Ofen ruhen lassen.
  7. Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Kartoffelplatte noch heiß zu einer Rolle wickeln. Komplett auskühlen lassen.

Räucherlachs-Tartar:

  1. Den Lachs in kleine Würfel schneiden.
  2. Mit den restlichen Zutaten vermischen und abschmecken.

Fertigstellung:

  1. Die Kartoffeln-Roulade in gewünscht dicke Scheiben schneiden und von beiden Seiten bei mittlerer Hitze leicht golden und knusprig braten. Achtet dabei auf die Buttermenge – die Roulade ist von Natur aus sehr gehaltvoll und bringt bereits genügend Fett mit. Die Scheiben bis auf lauwarm abkühlen lassen und auf Zimmertemperatur fertigstellen.
  2. Servieren:
    • Zum Apero: Das Lachstartar auf die kleinen Rouladen verteilen und ggf. mit einem Blättchen Dill oder Kresse verzieren.
    • Als Vorspeise: Die in Nussbutter ausgebratene Rouladen-Scheibe auf den Teller geben, mit gehobeltem Parmesan bestreuen und einem einfachen Salat servieren.
    • Als Beilage: Passt sehr gut zu einem kräftigen Gulasch. Aber auch ein vegetarisches Pilz-Ragout mit Frühlingszwiebeln, etwas klein geschnittener roter Chili und wenig Soja-Sauce passt hervorragend.

Weitere Serviertipps zum Apero:

  • Minimalistisch: Mit einem Klecks Crème fraîche oder Kräuterquark, etwas Forellenkaviar und einem Blättchen Dill oder Gartenkresse.
  • Etwas aufwändiger in der Vorbereitung: Setzt auf das Räucherlachs-Tartar noch eine frittierte Kapernbeere.
  • Nicht als Rolle: Unaufgerollt auskühlen lassen, die Rolle vierteln, leicht knusprig braten, füllen, stapeln und in kleine Quadrate schneiden.

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