Hokkaido | Apfel | Liebstöckel

Maggikraut zum Apfel: Das schmeckt erstaunlich gut und regt den Appetit auf weitere Hochgenüsse an.

16.10.2021 13:14:00

Eigentlich hatte ich diesen Post für einen späteren Zeitpunkt für Euch vorgesehen. Aber als wir letztens diesen Flammkuchen zu einem köstlichen Weißburgunder vom Weingut Röhrenbach in Immenstaat verschmaust haben, war mir eines schnell klar: Das Rezept und die Kombination von Kürbis, Apfel und Liebstöckel muss ich so schnell wie möglich wieder genießen und damit möglichst zeitnah an Euch weitergeben.

Auf die Kombination selbst bin ich vorletzten Samstag beim Mittagstisch in der ess|bar hier in Konstanz gestupst worden. Da hatte ich mir das vegetarische Gericht mit Ofenkartoffeln, Kürbis und Apfel bestellt. Vielleicht ist dem ein oder anderen von Euch schon aufgefallen, dass ich ohne weiteres auch mal aus einem Hauptgericht oder einer Vorspeise ein Häppchen ableite (im Prinzip gerne auch anders herum, nur passiert mir das seltener, weil eigentlich nirgends originelle Häppchen kredenzt werden). Wie dem auch sei – wenn ich solch fantastischen Kombinationen wie Apfel und Liebstöckel begegne, dann überlege ich gleich weiter, wie diese neue Entdeckung an Euch weitergegeben werden kann.

Seit unseren Fahrradtouren im September steht auch Dünnele bzw. Flammkuchen auf meiner Agenda. Mein Entschluss, diese Zutaten auf diesen einfachen Teig zu platzieren, war somit schnell geboren.

Zutaten

Für ca. 2–3 Bleche:

 

Teig:

  • 500 g Dinkelmehl
  • 250 ml Wasser
  • 0,5 TL Salz
  • 3 EL Öl

Belag:

  • 250 g Sauerrahm, Schmand oder Crème fraîche
  • etwas Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1–2 säuerliche Äpfel (z.B. Elstar)
  • 2 kleine Höri-Bülle oder rote Zwiebeln
  • 1 kleiner Hokkaido (ca. 400 g, wenn Ihr wunderschöne kleine Schnitze haben wollt)
  • 1–2 Zweige Liebstöckel oder Liebstöckel-Öl

Zubereitung

Dauer: Ca. 60 Minuten

 

Teig:

  1. Alle Teigzutaten mischen und schnell einen geschmeidigen – äußerst dehnbaren – Teig kneten.
  2. Den Teig zu 2–3 Kugeln formen (für jedes Blech eine Kugel) und diese anschließend für ca. 10 Minuten zur Seite stellen.

    Belag:

    1. Den Sauerrahm mit Salz und Pfeffer würzen und gut verrühren.
    2. Die Zwiebeln schälen und quer in feine Scheiben (ca. 1 mm dick) schneiden.
    3. Die Äpfel und den Kürbis gut waschen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in ebensolch feine Schnitze schneiden (ich habe das mit meinem Gemüsehobel recht schnell und sehr gut hinbekommen).
    4. Den Liebstöckel ebenso waschen, trocknen und in feine Streifen schneiden.

    Restarbeiten:

    1. Den Ofen auf 220–230°C Ober- und Unterhitze vorheizen (Heißluft ist an dieser Stelle weniger empfehlenswert, da die feinen Apfel- oder Kürbisschnitze ansonsten an den Enden sehr schnell schwarz werden).
    2. Ein Backblech mit Mehl bestäuben (VORSICHT mit Backpapier und Backmatte). Durch das Mehl klebt der Teig nicht am Blech fest und es lässt sich später ganz einfach mit einem Lappen reinigen.
    3. Den Flammkuchenteig mit den Händen zu einem großen Fladen formen und anschließend sehr dünn (1,5–2 mm) ausrollen.
    4. Den ausgewellten Teig aufs bemehlte Backblech legen und mit dem gewürzten Sauerrahm bestreichen.
    5. Zwiebeln, Kürbis- und Apfelscheiben gleichmäßig und großzügig auf dem Sauerrahm verteilen.
    6. Im vorgeheizten Backofen wird der Flammkuchen auf mittlerer Schiene in 8–12 Minuten gebacken (je nach Ofen könnt Ihr mit der Backtemperatur spielen, allerdings variieren dann auch die Backzeiten. Experimentieren erwünscht!!!).
    7. Vor dem Servieren noch den Liebstöckel auf dem Flammkuchen (vorzugsweise in die Nähe der Apfelschnitze) verteilen.

    Getränke-Tipp

    Wir hatten einen 2020er Weißburgunder trocken vom Weingut Röhrenbach dazu. 

    Kommentare

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